Generation Z für Personaler und Führungskräfte

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Generation Z für Personaler und Führungskräfte von Rüdiger Maas. Kurze Einblicke in das Buch. Wer das Wissen aus meinem Vortrag vertiefen möchte, einige Dinge nochmal nach- oder aufbereiten möchte, dem sei dieser Artikel empfohlen. Er ist natürlich auch für Einsteiger geeignet, die den Vortrag nicht kennen und sich für die Generation Z interessieren.

Das Buch von Rüdiger Maas zur Generation Z zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der Autor immer zügig auf den Punkt kommt. Das Buch ist also ideal für alle geeignet, die wenig Zeit haben, also wie der Titel schon sagt, insbesondere Personaler und Führungskräfte ;-). Ich hatte das komplette Buch in knapp 2 Stunden gelesen, inklusive Vorwort und Literaturverzeichnis.

Da kommen wir aber schon zu meinem ersten Kritikpunkt: Ja, man bekommt sehr viel Wissen über die Generation Z knackig vermittelt. Aber dadurch werden einige Dinge doch sehr verkürzt dargestellt. So sollte man mE durchaus Stellung zur Frage beziehen, ob es denn wirklich „eine“ Generation Z gibt, oder ob es in Wirklichkeit nicht eine ganze Reihe von unterschiedlichen Subgruppen gibt. Und ob es trotz dieser Gruppen nicht doch viele Gemeinsamkeiten gibt. Zudem werden manche Fachbegriffe einfach vorausgesetzt (z.B. Work-Life-Balance, Work-Life-Blending, Work-Life-Seperation) und kaum erklärt. Gleiches gilt für die ein oder andere Tabelle, die ohne viel Erklärungen abgebildet ist. Da bleibt mir zu viel Spielraum für eigene (und möglicherweise eben falsche) Interpretationen.

Sehr sympathisch macht das Buch für mich das erste Zitat von Sokrates. Es ist nämlich das gleiche, mit dem ich meine Vorträge beginne. Und so haben wir auch den gleichen Grundtenor: Die Werte verändern sich, das ist aber per se nichts Schlechtes. Und je mehr wir über den Wandel, die Ursachen und Motive wissen, desto besser können wir damit umgehen. Nur dann können wir verstehen und entweder unsere eigenen Werte überdenken oder aber die junge Generation gezielt anregen, den ein oder anderen sinnvollen Wert der „Älteren“ zu übernehmen. Dazu passt auch ein hervorragendes Zitat aus dem Buch:

„Das Denken und Hineinfühlen in die jeweiligen Generationen ist Basis erfolgreicher Personalarbeit und Führung.“

Der Untertitel des Buches „Ergebnisse der Generation-Thinking-Studie“ war ein weiterer Anreiz, das Buch zu kaufen. Denn, wie man vielleicht aus meiner Seite hier schließen kann, ich bin ein Fan der Wissenschaft. Und der Autor hat mit seinem Team eine eigene Studie aufgelegt, auf deren Grundlage sein Buch basiert. Doch leider ist der wissenschaftliche Teil äußerst dünn. Es wird kaum etwas zur Methodik verraten, kein Wort zu den Gütekriterien und deren Kontrolle erwähnt und das Literaturverzeichnis hat seinen Namen wahrlich nicht verdient. Vielleicht wollte der Autor den gestressten Lesern die Zeit ersparen, aber dann sollte der interessierte Leser zumindest die Möglichkeit haben, in einem Anhang oder über einen Link, tiefer in die Studie einzusteigen, um deren Qualität bewerten zu können.

Auch der Anteil an neuen Erkenntnissen, welche die Studie hervorbringt, ist relativ gering. Fast alle Inhalte findet man auch in anderer Literatur. Was aber grundsätzlich nicht schlimm ist, denn so werden diese Punkte „trianguliert“, also durch mehrere Quellen bzw. Studien untermauert.

Gesamtbewertung

Gesamtbewertung: 3 von 5 Sternen. Die Stärke des Buches ist in Teilen leider auch seine Schwäche.

Eigentlich hätte das Buch 5 Sterne verdient. Es ist toll aufgemacht, sehr gut und schnell zu lesen und thematisiert sehr viele wichtige Inhalte zur Generation Z. Und dem Autor gelingen drei Dinge, die viele Wissenschaftler nicht hinbekommen: Er bringt die Dinge auf den Punkt, hat einen sehr angenehmen Schreibstil und wartet auch mit realistischen Empfehlungen bzw. Lösungsansätzen auf.

Einen Punkt Abzug gibt es aber für die oft sehr verkürzten Darstellungen und einen weiten Punkt kostet der kaum vorhandene wissenschaftliche Nachweis.

Hier gibt es auf meiner Seite noch mehr noch zur Generation Z.

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