Atomic Habits: Gewohnheiten verändern

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Wie man mit kleinen Änderungen große Effekte bzw. Ziele erreichen kann.
Einblicke in das Buch „Atomic Habits – Tiny Changes, Remarkable Results. An Easy and Proven Way to Build Good Habits and Break Bad Ones“ von James Clear.

Wer keine Lust auf englische Lektüre hat, ab 21.4. gibt es das Buch auch auf Deutsch – bei Amazon ansehen.

Inhalt

Eigentlich keine große Sache so Angewohnheiten. Die hat man halt, oder? Normalerweise macht man sich keine großen Gedanken über seine Angewohnheiten,

James Clear macht aber nachvollziehbar deutlich, warum man genau das tun sollte. Der Grund in einem Satz: kleine Änderungen haben auf Dauer große Auswirkungen („die 1% Regel“). Genau wie diese Aussage aber eigentlich nichts Neues ist, findet man in James Clears Buch keine bahnbrechend neues Wissen. Aber genau das macht das Buch meines Erachtens so lesenswert, es macht uns Unbewusstes wieder bewusst. Der Autor trägt viel Wissen zu Angewohnheiten, von deren Entstehung (psychologischem Ablauf) und Verfestigung anschaulich zusammen. Auf diese Theorie baut er auf und gibt zahlreiche und gut strukturierte Tipps, wie man sich Angewohnheiten bewusst machen, wie man sich Positives an- und Negatives abtrainieren kann. Mich haben an dem Buch drei Dinge faziniert:

Highlights

  1. Irgendwie kennt man das schon, was James Clear da schreibt, man hat es nur nicht im aktiven Wissen. Seine Inhalte haben entsprechend eine hohe praktische Plausibilität und man findet sich schnell wieder.
  2. Es ist eigentlich ganz einfach, Angewohnheiten zu fördern oder zu vermeiden, wenn man das richtig angeht. Dazu hilft es, die unterbewussten psychologischen Abläufe zu verstehen und dann mit Clears Tipps gezielt zu beeinflussen. Angefangen sollte man damit, die eigenen Gewohnheiten wahrzunehmen und sie zu analysieren. Dann kommt es auf das erfoderlichen Mindset an – „wer will ich sein“. Erst dann geht es um Ziele und erst dann um die Gestaltung der Prozesse (Angewohnheiten), beispielsweise: die Optimierung der Umgebung, die Bedeutung der Ausführungsfrequenz oder des Aneinanderknüpfen von positiven Gewohnheiten (Stacking). Aber mehr dazu im Buch. 😉
  3. Clear hat sogar Tipps auf Lager, wie das Antrainieren positiver Gewohnheiten funktioniert, die auf langfristige Ziele ausgerichtet sind. Denn verkürzt gesagt, wenn man sich etwas neues angewöhnen will, dann braucht das Gehirn auch immer gleich eine Belohnung. Die bekommt man aber leider nicht immer gleich, vor allem bei langfristigen Zielen. Will ich Professor werden und muss dazu viel veröffentlichen, bekommt mein Gehirn keine Belohnung, wenn man etwas liest oder schreibt. Will ich ein sportlicher, schlanker Mensch sein (Mindset) und will deswegen drei Mal pro Woche Sport machen, bin aber außer Form, bekommt mein Gehirn keine Belohnung, wenn ich anfange Sport zu treiben. Um aber jedesmal eine „Belohnung“ zu bekommen und auch das langfristige Ziel immer im Auge zu behalten, mein Lieblingstipp aus dem Buch: einen Angewohnheitentracker nutzen.

Mehr dazu, auch wie man sich negative Angewohnheiten abgewöhnen kann, im Buch.

In der Praxis

Nachdem ich das natürlich selbst ausprobieren wollte, habe ich mir die verschiedenen Apps angeschaut. Mir ist dabei Datensparsamkeit wichtig, Tante Google muss ja nicht alles von mir wissen und die App nutzt nur ganz wenige und erforderliche Berechtigungen auf dem Smartphone. Ich will auch nicht, dass die Daten irgendwie automatisch irgendwohin synchronisiert werden. Und ich mag Open Source, weil da einfach viele Leute den Code ansehen und dadurch auch Datenleaks („Phone-Home“) oder Schadcode entdecken können. Daher bin ich bei Loop – Habit Tracker gelandet. Den Sourcecode gibt es bei Github einzusehen: https://github.com/iSoron/uhabits, die kompilierte App gibt es natürlich im PlayStore. Leider gibt es die App nur für Android. Für Apfeljünger scheint die App Streaks ganz gut sein (nicht selbst getestet, in Foren / Bewertungen gelesen).

Und hier noch ein paar Screenshots von mir. Die App hat auch einen Darkmode, den mag ich grundsätzlich lieber, da er für mein Empfinden die Augen schont; deswegen ist auch diese Seite hier im Darkmode 😉

App Übersicht im Querformat; 10 Minuten Schreiben bedeutet, dass ich 10 Minuten pro Tag etwas kreatives Schreiben möchte, also bspw. einen Blogbeitrag oder einen wissenschaftlichen Artikel für eine „richtige“ Veröffentlichung. Was man an den niedrigen Zielen übrigens erkennen kann, ist ein weiterer Tipp des Autors: kleine Ziele setzen. Und tatsächlich, wenn ich schon mal anfange kreativ zu schreiben, wird es meistens deutlich länger ;-).
In der Einzelübersicht der Angewohnheiten sieht man, an welchen Tagen man sie ausgeführt hat. Zudem erkennt man z.B. seine beste Serie (Streak).
Hier sieht man mal eine Angewohnheit, die ich nicht jeden Tag geschafft habe. 10 Minuten lesen bedeutet für mich übrigens ein interessantes Buch oder Studien lesen – nicht Emails o.ä.

Gesamtbewertung: 5 von 5 Sternen. Ja für die erste Rezension ziemlich viel, aber ich wollte natürlich auch mit einem Buch anfangen, das mir sehr gut gefällt. 😉

Wer übrigens etwas zu den Angewohnheiten, Werten und Einstellungen der Generation Z erfahren will, der wird hier beim Thema Generation Z fündig.

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