Generation Z bei der Polizei

Die Generation Z fordert ein, was viele andere gerne auch gehabt hätten: Erklärung statt Anordnung, Sinn statt Hierarchie, psychologische Sicherheit statt Härte. Wer als Polizei oder öffentliche Verwaltung in den nächsten Jahren noch Personal gewinnen und binden will, kommt an drei Aufgaben nicht vorbei: verstehen, gewinnen, binden.
Verstehen: wovon junge Menschen geprägt sind
Generation Z (geboren ca. 1995–2010) und die nachrückende Generation Alpha sind die ersten Jahrgänge, die in einer voll digitalen Welt aufgewachsen sind. Geprägt von Familie, Dauer-Smartphone und einem rasanten gesellschaftlichen Wandel: von Überbehütung, Klimakrise und Pandemie bis hin zum Krieg in Europa.
Der häufigste Reflex „faul und anspruchsvoll” hält der Forschung nicht stand. Die Generation Z ist nicht faul, sie priorisiert anders. Sinn vor Status, Gesundheit vor Überstunden, Beziehung vor Ansage. Wer das als Bedrohung sieht, hat schon verloren. Wer es als Hinweis liest, was alle Generationen eigentlich brauchen, hat den Hebel.
Gewinnen: die kleinste Nachkriegsgeneration
Die Generation Z ist die zahlenmäßig kleinste Nachkriegsgeneration in Deutschland. Sie ist hart umkämpft, von Wirtschaft, öffentlichem Dienst und Bundeswehr gleichermaßen. Was hilft:
- Modernes, realistisches Employer Branding: kein Hochglanz-Karrierebild, sondern ehrliche Einblicke in Aufgabe, Team und Alltag.
- Professionelles Onboarding: die ersten 100 Tage entscheiden über Verbleib oder Kündigung.
- Sonderlaufbahnen prüfen: muss wirklich jede Stelle den vollen Ausbildungsweg durchlaufen?
- Voraussetzungen hinterfragen: muss ein:e Polizist:in wirklich schwimmen können?
Binden: damit aus Eintritt Verbleib wird
Die Generation Z bleibt nicht für die Pension, sondern für die Tätigkeit, das Team und die Führungskraft. Was bindet:
- Positive Führung statt Amtsautorität: psychologische Sicherheit, Wertschätzung, Sinn vermitteln. Vertiefung auf der Themenseite Positive Leadership.
- Neue Arbeitszeitmodelle: Schichtdienst, der Gesundheit und Privatleben respektiert.
- Echte Wertschätzung: Erfolge sichtbar machen, nicht nur Fehler benennen.
- Konfliktfähigkeit lernen und einfordern: was im Elternhaus zu wenig geübt wurde, muss in der Organisation nachgeholt werden.
- Sozioemotionale Unterstützung vorhalten, wenn die Belastung doch zu groß wird.
Warum gerade Polizei und Verwaltung
Polizei und öffentliche Verwaltung stehen mit der Wirtschaft im direkten Wettbewerb um eine schrumpfende Bewerberzahl. Gleichzeitig sind beide Anker der Demokratie, und das nur, solange sie als Arbeitgeber attraktiv bleiben.
Generation Z wirkt dabei als Chancen-Anstoßer: ihre Fragen sind oft genau die Fragen, die ohnehin gestellt werden müssten. Wer sie als Veränderungsimpuls liest statt als Belastung, gewinnt nicht nur die jungen Mitarbeitenden, sondern verbessert die Organisation für alle.
Vortrag oder Workshop anfragen
Wenn Sie das Thema Generation Z in Ihre Organisation bringen wollen, als Impuls für Führungskräfte, als Workshop für Personalverantwortliche oder als Keynote für eine größere Tagung: ich halte Vorträge im deutschsprachigen Raum und international, vom 60-Minuten-Impuls bis zur mehrtägigen Arbeit am Thema.
→ Vorträge, Workshops und Keynotes: Themen, Formate, bisherige Stationen.
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