PERMA-Lead, Führung

☕ Wer Pausen macht, hat mehr vom Leben

☕ Wer Pausen macht, hat mehr vom Leben

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Buchempfehlung: Die Mañana-Kompetenz von Gunter Frank und Maja Storch zeigt, warum Pausen ein Leistungsfaktor sind und wie man erkennt, was heute gar nicht erledigt werden muss. Dr. Bernd Bürger erklärt, was ihn an dem Buch gepackt hat und wie die Mañana-Kompetenz mit den fünf PERMA-Lead-Faktoren zusammenhängt: Ohne Pausen kein nachhaltiges PERMA-Erleben.

Das Buch in zwei Sätzen

„Wer Pause macht, hat mehr vom Leben.” So lautet der Untertitel der Mañana-Kompetenz von Gunter Frank (Allgemeinarzt) und Maja Storch (Psychologin, Mitbegründerin des Zürcher Ressourcen Modells). Eine Streitschrift gegen das Immer-Weiter-Schneller, mit klarer Botschaft: Pausen sind kein Luxus, sondern professionelle Notwendigkeit.

Worum es geht

Mañana ist Spanisch für morgen. Die Mañana-Kompetenz beschreibt die Fähigkeit, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun. Und vor allem: zu erkennen, was eben nicht heute erledigt werden muss.

Frank und Storch ziehen die Parallele zum Sport. Nur Anfänger trainieren durch. Profis machen Pausen. Wer ohne Erholung weiterarbeitet, wird messbar schlechter — Übertraining nennt man das in der Trainingslehre. Übertragen auf den Arbeitsalltag wäre die Erkenntnis offensichtlich. Sie passiert nur nicht.

Was mich darin gepackt hat

Pausen sind ein Leistungsfaktor, keine Charakterschwäche. Bei mir selbst, bei Führungskräften in meinen Vorträgen, bei Mitarbeitenden in den Behörden: die Vorstellung, Pause sei etwas für Schwächere, hält sich hartnäckig. Das Buch räumt damit auf — wissenschaftlich fundiert, aber so geschrieben, dass es ankommt.

Mañana-Kompetenz ist Auswählen. Wer alles sofort macht, macht vieles schlecht und einiges nie. Wer das Richtige liegen lässt, gewinnt Kapazität für das wirklich Wichtige.

Selbstmanagement statt Self-Optimization. Maja Storchs Zugang über das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) ist anschlussfähig an Positive Psychologie. Es geht um nachhaltige Selbststeuerung, nicht um Trotzen oder Optimierungswahn.

Verbindung zu Positive Leadership

PERMA-Lead steht für Positive Emotionen, Engagement, Relationships, Meaning, Accomplishment. Alle fünf Hebel haben eine gemeinsame Voraussetzung: Energie und Aufmerksamkeit der Führungskraft. Ohne Pausen kein nachhaltiges PERMA-Erleben — weder bei mir selbst noch bei den Menschen, die ich begleite.

Konkrete Brücken zwischen Mañana-Kompetenz und PERMA-Lead:

  • P — Positive Emotionen entstehen nicht im Dauerstress. Ohne Pause kein Raum für gute Stimmung im Team.
  • E — Engagement durch Stärken setzt voraus, dass ich erkenne, wo meine Stärken liegen. Erkenntnis braucht Reflexion. Reflexion braucht Pause.
  • R — Tragfähige Beziehungen brauchen Zeit füreinander. Wer nie aussteigt, hat keine.
  • M — Sinn entsteht im Innehalten, nicht in der Hetze.
  • A — Erfolge sichtbar machen heißt einen Schritt zurücktreten. Wer nicht innehält, sieht das Geleistete nicht.

Die Mañana-Kompetenz liefert keine PERMA-Theorie. Sie liefert das Werkzeug, ohne das PERMA gar nicht funktionieren kann.

Wo das Buch in meiner Praxis vorkommt

Ich zitiere die Mañana-Kompetenz in fast jedem Vortrag zur Generation Z. Beispiel: bei der zweiten Enquete der Führungskräfte der Landespolizeidirektion Oberösterreich im November 2024, als Buchtipp am Ende. Köpfe nicken im Saal. Viele Führungskräfte sind die Hetze schon lange leid, finden aber keine Sprache dafür. Das Buch liefert die Sprache.

Bericht zum Vortrag bei der LPD Oberösterreich

Bestellen

Die Mañana-Kompetenz ist 2024 in einer komplett überarbeiteten Neuausgabe bei Piper erschienen, mit Praxistest. Bei Amazon ansehen*.

→ Weitere Beiträge, Werkzeuge und Vorträge zum Thema auf der Themenseite Positive Leadership in der Polizei.


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