Kudos-Board – Erfolge sichtbar machen

Wie kann man Erfolge sichtbar machen und auf das fünfte PERMA-Lead Element, Accomplishment, einzahlen? Geht das auch, wenn man kein Budget dazu zur Verfügung hat? Es geht! Und kostet mit einem Kudos-Board nur ein wenig Papier und Tesa. Das ganze wird noch netter mit einem Whiteboard und Magneten, aber mehr braucht es wirklich nicht. Doch ganz von vorne.

Was ist Kudos?

Der Begriff „kudos“ hat seine Wurzeln im Altgriechischen, das Wort „κῦδος“ (kudos) bedeutet Ruhm, Ehre oder Anerkennung. Es wurde in der englischen Sprache im 19. Jahrhundert populär und fand zunächst in akademischen und literarischen Kontexten Verwendung. In der modernen Verwendung ist „kudos“ oft ein informeller Ausdruck, der in sozialen Medien, im Geschäftsleben und in persönlichen Interaktionen verwendet wird, um Lob und Anerkennung auszudrücken. Der Begriff hat sich also von einem klassischen, ehrwürdigen Begriff zu einem alltäglichen Ausdruck der Wertschätzung entwickelt.

generiert mit KI

Was ist ein Kudos-Board?

Die grundsätzliche Idee habe ich aus Dr. Markus Ebners Buch „Positive Leadership in der Praxis.“ Dort beschreibt Mathias Posch von ICS in seinem Kapitel „International Conference Services: Ein engagiertes Team und eine gemeinsame Vision als Erfolgsrezept“ (S. 223-234), dass sie eine Brag Wall in der Küche haben, auf der z. B. Lobes-Emails von Kunden aufgehängt werden, damit alle die Erfolge wahrnehmen können. Diesen tollen Ansatz habe ich aufgegriffen und weiterentwickelt. Denn auch in meinem eigenen Arbeitsumfeld haben wir das große Glück, dass wir viele Dankschreiben bekommen. Aber liest man die ein bis zwei DinA4 Seiten denn tatsächlich, wenn sie an einer Wand hängen?

Kudos-Karten

Daher habe ich die Idee weiterentwickelt und Kudos-Karten entworfen. Die kann entweder die Teamleitung ausfüllen und die Inhalte des Dankschreibens zusammenfassen, oder aber man schickt dem Absender eine Auswahl als Karten als PDF und bittet darum, diese handschriftlich auszufüllen. Das macht das Kudos-Board noch persönlicher. Dann braucht man nur noch einen schönen Platz im Aufenthaltsraum, idealerweise ein Whiteboard, das man mit ein paar lässigen Magneten versieht und schon kann es losgehen – mit der Visualisierung von Erfolgen.

Fiktives Beispiel einer ausgefüllten Kudos-Karte

Kudos-Karten Download

Ich habe ein paar verschiedene Kudos-Karten entworfen, die ich Euch hier zur freien Verwendung zur Verfügung stelle. Es handelt sich um eine PDF-Datei mit mehreren Vorlagen, alle im DinA5-Format. Viel Spaß beim Erfolge sichtbar machen!

Was mich besonders freut: Polizeipräsident Torsten Krückemeier hat die Idee aufgegriffen und Kudos-Karten für das Polizeipräsidium Mittelhessen designen und produzieren lassen. und auch die könnt ihr hier kostenlos zur freien Verwendung downloaden.

Gebrauchsanleitung für sich selbst

Ein Tool zur Selbstreflexion und Teamintegration

Es freut mich sehr, die grandiose Idee des Polizeipräsidiums Mittelhessen unter Leitung von Polizeipräsident Torsten Krückemeier mit Euch teilen zu dürfen.

Um was geht es?

Ich zitiere: „[Das Manual of Me] soll deine persönliche „Bedienungsanleitung“ sein, die anderen Menschen hilft, dich besser zu verstehen, die Zusammenarbeit harmonischer
zu gestalten und effektiv mit dir zu kommunizieren. Gleichzeitig reflektierst du durch das Erstellen des Manuals dich selbst und deine Bedürfnisse – das hilft dir UND anderen.
Das Manual soll deinen individuellen Charakter, deine Vorstellungen und Präferenzen im beruflichen Kontext wiedergeben. Das kann helfen, Themen die dich persönlich ausmachen, besprechbar(er) zu machen.“

Bezug zu PERMA-Lead

Das Tool zahlt gleich auf verschiedene PERMA-Elemente ein. So fördert es Engagement, also die stärkeorientierte Führung, weil genau nach den Stärken („Das kann ich gut und
gibt mir Energie“) gefragt wird. Und wenn einem das selber bewusst wird UND man das im Team oder mit der Teamleitung teilt, ist dies ein essenzieller Schritt, stärkeorientierte Führung in der Praxis umzusetzen.

Aber ganz besonders fördert es Relationships, also förderliche Arbeitsbeziehungen, denn es hilft, die anderen Menschen im Team in ihren Wesenszügen kennenzulernen. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich in dem diesem Team sicher fühlt, sonst ist es unwahrscheinlich, dass sich jemand persönlich so öffnet. Deswegen ist das Tool für die Vorstellungsrunde nur in Teilen geeignet. Aber wenn im Team psychologische Sicherheit groß geschrieben wird und die Führungskraft dies fördert, also Vertrauen, Lernkultur und Inklusion gelebt werden, ist dieses Tool ideal, um sich bei einem ersten Teamevent gegenseitig strukturiert kennenzulernen.

Download

Das „Manual of Me“ gibt es hier samt Erklärung zum Download.

Klick zum Download

Zertifizierung zum PERMA-Lead Coach

Endlich – ich bin zertifizierter PERMA-Lead Coach und Berater 🤗

Seit ich 2019 das Buch „Positive Leadership“ von Dr. Markus Ebner gelesen habe (hier zur aktuellen, erweiterten Ausgabe)1, bin ich ein großer Fan dieses Führungsansatzes. Warum? Aus drei Gründen:

👩‍🔬Erstens, weil Positive Leadership – PERMA-Lead wissenschaftlich fundiert ist und in vielen überprüfbaren Studien nachgewiesen werden konnte, dass sich die Umsetzung des Führungsstils signifikant positiv auf die Leistung, die Gesundheit (=weniger Krankheitstag), die Fluktuation und vieles mehr auswirkt.

⚙️ Zweitens: Weil es (wenn man will), leicht in der Praxis umsetzbar ist – das Modell ist leicht verständlich und anwendbar und es gibt zahlreiche Good-Practice Beispiele. Es geht darum, positive Emotionen zu fördern (P wie Positive Emotions), die Mitarbeitenden stärkeorientiert einzusetzen (E wie Engagement), tragfähige Beziehungen zu gestalten (R wie Relationships), den Sinn der Arbeit und von Entscheidungen, wie beispielsweise Veränderungen zu erklären (M wie Meaning) und Erfolge bewusst wahrzunehmen (A wie Accomplishement).

☺️ Drittens: Weil es Spaß macht. PERMA ist ansteckend und nicht nur nachgewiesenermaßen gut für die Mitarbeitenden, sondern auch für die Führungskraft selbst.

🔖 Aus diesem Grund wollte ich unbedingt tiefer eintauchen und war am 13. und 14. Juni 2024 in Wien bei Dr. Markus Ebner, um mich als Berater zertifizieren zu lassen. Zusammen mit einer tollen Peer-Group haben wir dann im Anschluss zahlreiche komplexe Aufgaben gelöst, ich durfte ein erstes Auswertecoaching machen und seit der abschließenden Online-Session am 10.09.2024 bin ich nun offiziell zertifiziert. Das bedeutet, dass ich die ganzen tollen Testverfahren für PERMA-Lead nutzen und mit ihnen coachen darf. Bei Interesse, einfach melden 😉

  1. Dies ist ein bezahlter Link, das bedeutet ich bekomme eine Provision, wenn das Buch über den Link gekauft wird. Damit unterstützt ihr meine Forschung und Arbeit – vielen Dank dafür! Das gilt natürlich nicht für kostenlos verfügbare Werke. ↩︎

Rezension zum Generation Z Buch

In der aktuellen pvt „Polizei Verkehr + Technik“ ist eine Rezension unseres Buches „Generation Z und Alpha. Verstehen, gewinnen, binden. Ein Wegweiser für die Polizei“ erschienen.

Hier ein kleiner Auszug der Rezension von Andreas Hohensinn, Referent im Bundesministerium für Inneres in Wien:

„Insgesamt ist ‚Generation Z und Alpha‘ ein sehr informatives und fesselndes Buch, das einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der kommenden Generationen leistet. Es bietet eine fundierte Analyse und regt dazu an, über die Zukunft der Gesellschaft und der polizeilichen Organisation nachzudenken. Für Leser, die sich für Soziologie, Psychologie, Zukunftsforschung im polizeilichen Kontext interessieren, ist dieses Buch absolut empfehlenswert.“

Die volle Rezension hier mit freundlicher Genehmigung von Dr. Uwe H. Wehrstedt (Leitender Redakteur und Verleger pvt) hier zum direkten Download.

Arbeitsorganisation bei der Polizei und ihre Wirkungen auf (Un)Sicherheit im öffentlichen Raum

Ausführliche Fassung – gekürzter Artikel erschienen bei der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik, Zeitpolitisches Magazin Nr. 36 Juli 2020 (ISSN 2196-0356, hier zum Download).

„Wir stehen ein für die Sicherheit der Menschen und leisten Hilfe rund um die Uhr.“1Bayerisches Staatsministerium des Innern, Leitbild der Bayer. Polizei – Handlungs- und Orientierungsrahmen für die Zukunft, https://www.polizei.bayern.de/wir/leitbild/index.html/3249, abgerufen am 01.03.2020

Dieses Zitat aus dem Leitbild der Bayerischen Polizei gilt unzweifelhaft für alle Polizeibehörden – sie gewährleisten die Sicherheit in einer Gesellschaft und zwar rund um die Uhr. Zwar ist die Arbeit 24/7224/7 steht für 24 Stunden, 7 Tage der Woche, also hier die Bereitstellung von Arbeitsleistung an jedem Tag zu jeder Zeit. kein Alleinstellungsmerkmal der Polizeiarbeit, denn etwa jeder sechste Erwerbstätige in Deutschland arbeitet im Schichtdienst (Radtke 2020), doch ist sie kennzeichnend für die Arbeit der Polizei. Um also die Arbeits(zeit)organisation der Polizei und deren Auswirkungen auf die Sicherheit im öffentlichen Raum zu verstehen, muss man auch verstehen, welche Auswirkungen der Schichtdienst, der erforderlich ist, um die ständige Verfügbarkeit der Polizei zu gewährleisten,  auf Menschen hat. Denn auch wenn manche Arbeitszeitgestalter bei den Polizeien dies nicht zu berücksichtigen scheinen: auch Polizeibeamt*innen sind Menschen und entsprechend hat die Gestaltung des Schichtdienstes einen wesentlichen Einfluss auf deren Leistungs- und Handlungsfähigkeit und somit unmittelbar auch auf die (Un-)Sicherheit im öffentlichen Raum.

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The Subtle Art of Not Giving a F*ck

Auf das Bild klicken, um das Buch bei Amazon anzusehen.

A Counterintuitive Approach to Living a Good Life: Wie der Titel schon andeutet, will sich Manson mit seinem Buch von den üblichen Lebensratgebern abheben. Denn die betonen in der Regel, was man alles erreichen könnte oder sollte – höher, schneller, weiter (siehe bspw. Game Changers). Die Kehrseite ist aber, dass einem dabei ganz deutlich vor Augen geführt wird, was man bislang nicht geschafft hat. Man hat dies und das eben nicht erreicht, ist nicht außergewöhnlich. Und die üblichen (amerikanischen?) Lebensratgeber zielen alle darauf ab, dass man endlich außergewöhnlich sein und alle Ziele erreichen kann.

Manson zeigt in seinem Buch einen anderen Weg zum persönlichen Erfolg auf. Das Buch ist übrigens auch auf Deutsch verfügbar („Die subtile Kunst des darauf Scheißensbei Amazon anschauen), aber speziell bei diesem Buch dürfe es fast unmöglich sein, den „Geist“ des Buches richtig ins Deutsche zu transportieren. Während „to give a fuck“ im englischen vieldeutig ist und der Autor den Ausdruck entsprechend kreativ einsetzt, wird alleine das in der deutschen Sprache schwierig. Mal schauen, ob es mir gelungen ist.

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#Instacops – privater Instagram Account als Polizist*in?

Kommentar eines Wissenschaftlers und Polizisten.
Erschienen am 24.05.2020 in Deutsche Polizei, 06/20., S. 20 ff

Bei meinen Vorträgen über die Generation Z geht es zum Teil auch um private Accounts von Polizeibeamt*innen in den Sozialen Medien, wenn sie dort als „Cop“ erkennbar sind. Der Umgang mit diesen sogenannten #instacops ist je nach Behörde und Bundesland durchaus sehr unterschiedlich. So werden bei manchen Polizeien Fotos mit Uniform in einem privaten Account disziplinarrechtlich geprüft, da dieses Foto vermeintlich während der Dienstzeit entstanden sein muss.

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