Führung, PERMA-Lead

Ein Tag über gute Führung – das Führungssymposium 2026

Die folgenden Ausschnitte aus dem Intranet der Polizei Sachsen-Anhalt und die Fotos nutze ich mit freundlicher Genehmigung der Polizei Sachsen-Anhalt (Referat 26) - herzlichen Dank dafür!

Rund 250 Führungskräfte, zwei Referenten und ein voller Hörsaal: Am 10. Juni drehte sich an der Fachhochschule Polizei in Aschersleben einen ganzen Tag lang alles um eine Frage – was macht gute Führung heute eigentlich aus? Aus dem ganzen Land waren sie angereist, vom Revier bis zur Behördenleitung. Innenministerin Dr. Tamara Zieschang begrüßte die Gäste, erinnerte an die Besonnenheit der Führungskräfte rund um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt und blieb bis zum Schluss.

Der Mensch zählt, nicht die Kennzahl

Den ersten Impuls setzt Dr. Bernd Bürger – seit fast 30 Jahren Polizist, heute einer der gefragtesten Köpfe, wenn es um positive Führung geht. Seine Botschaft kommt ohne Fachjargon aus und trifft trotzdem ins Mark: Es gehe um den Unterschied zwischen Verwalten und Führen, sagt Bürger, und Führung beginne dort, „wo die Führungskraft den Fokus auf den Menschen legt und nicht auf die Kennzahlen”. Probleme lösen? Ja, natürlich – „aber vor allem müssen wir Erfolge suchen.”

Was eine Führungskraft am nächsten Morgen als Erstes tun sollte, überrascht viele im Saal: nicht das Postfach öffnen, sondern sich in Ruhe einen Tee oder Kaffee nehmen und kurz zu sich selbst kommen. Und was Führungskräfte am häufigsten unterschätzen? „Wie stark die Emotionen, die sie selbst ausstrahlen – ob positiv oder negativ – auf die Menschen wirken”, sagt Bürger: ein „unglaublicher Hebel” für Motivation, Leistung und Wohlbefinden. Was positive Führung im Kern ausmacht, fasst er am Ende in drei Worte: „Mensch zu sein.”

Die Panels und Bodo Janssen

Am Vormittag und am Nachmittag wurde aus Zuhören Mitmachen: In zwei Runden öffneten sich neun Panels parallel, moderiert von Führungskräften der Landespolizei selbst – zu gerechtem Führen, Teamkultur, Konflikten, Fürsorge und Gesundheit, Kommunikation und der Frage, woran man eigentlich merkt, dass man gut führt.

Am Nachmittag gehörte der Hörsaal Bodo Janssen, Unternehmer und Kopf der Hotelgruppe Upstalsboom. Er erzählte schonungslos von seinen Anfängen, als er sein Unternehmen allein über Zahlen führte und die Quittung bekam – Kündigungen und Krankmeldungen. Dann die Wende, in einem Satz, der im Saal hängen blieb: „Ich führe Menschen – und manage Dinge.” Führung sei „eine Dienstleistung, kein Privileg”, und am Ende solle jede Führungskraft eine Antwort finden auf die Frage: „Was haben andere davon gehabt, dass es mich gibt?”

Bitte mehr davon

Organisiert hat das Symposium das Referat 26 im Innenministerium. Matthias Tschupke ging es um eine gemeinsame Sprache, „wie wir diese herausfordernde Zeit gemeinsam gut bewältigen”. Als Ministerin Zieschang den Tag beschloss, war die Stimmung gelöst – und der Tenor klar: Eine Veranstaltung wie diese dürfe gern eine Wiederholung finden. Für das Fazit brauchte es am Ende nur drei Worte, die an diesem Tag am häufigsten fielen: „Bitte mehr davon.”

Ein kleiner Nachtrag: Die Geschichte zum Foto mit dem Blumenstrauß

2015 beim G20 Gipfel in Garmisch-Partenkirchen war ich verantwortlich für das Camp und alle Versammlungen daraus verantwortlich. Und so auch für die Großdemo am Sonntag. Dort war eine großartiges Lautsprecherwagen-Team aus Sachsen-Anhalt an meiner Seite. Die haben so großartig kommuniziert und die Chefin, Karina hat mich grandios mit ihrer vorausschauenden Art unterstützt. Die Geschichte erzähle ich immer voller Dankbarkeit bei meinen Vorträgen zur Rolle der Polizei bei Versammlungen und obwohl ich den auch schon mehrfach in Sachen-Anhalt gehalten habe, war sie nie dabei. Doch diesmal war sie da und Kalle (damals auch im LauKw dabei) hat mir das vorher gesteckt und einen Strauß Blumen besorgt. Und so konnte ich ihr endlich nochmal persönlich Danke sagen - als praktisches Beispiel bei der PERMA-Lead Säule “Accomplishment” - Erreichtes sichtbar machen.

Und noch ein Wow von mir zum Schluß

Was ich wirklich ganz groß fand: Die Innenminister hat die Tagung nicht nur eröffnet, sondern war den ganzen Tag komplett mit dabei, hat die Vorträge angehört und viele Gespräche geführt. Und: Sie hat mir ein Eis spendiert ;-)

→ Weitere Beiträge, Werkzeuge und Vorträge zum Thema auf der Themenseite Positive Leadership in der Polizei.